Eine kurze schillernde Nacht nach monatelanger Vorarbeit
Wenn der Countdown zur alljährlichen Oscar-Verleihung runterzählt, ist die Panik wieder groß. Und das nicht nur, weil man befürchtet, trotz der vielen Arbeit und Zeit, die man für seine Rolle in einen Film investiert hat, die Veranstaltung ohne einen goldenen Mann zu verlassen. Viel mehr dreht sich schon Monate im Voraus alles um den perfekten Auftritt auf dem roten Teppich. Und dazu gehört nicht nur das teuerste und glamouröseste Outfit des begehrtesten Designers, das einen aus der Menge hervorstechen lässt. Auch die Bodies der sowieso meist schlanken und trainierten Stars werden noch einmal gnadenlos getrimmt und gestählt, die letzten Termine beim Beauty Doc vereinbart, Nägel manikürt und Frisuren in stundenlanger Arbeit perfektioniert, um dann doch ganz natürlich und locker über die Schulter zu fallen.
Für einen einzigen Abend im Blitzlichtgewitter lassen die Promis zum Teil so viel Geld springen, dass sich unsereins wieder einmal fragt: Wozu der ganze Aufwand? Klar, für einen im Rampenlicht und im Interesse der Öffentlichkeit stehenden Menschen ist es wichtig, auf sein Äußeres zu achten. Aber müssen die alle gleich so einen Wirbel veranstalten? Bloß für ein paar Fotos, die in der Klatschpresse abgedruckt werden? Na irgendwie wären die Oscars auch nicht die Oscars ohne das Funkeln der Diamanten und die langen, fließenden Roben der Frauen, die adrett gekleideten Männer und den Glamour, der dort in der Luft liegt.
The Artist braucht keine Worte
Immerhin war es bereits die 84. Oscar-Nacht und somit kann das Spektakel durchaus als ein historisch bedeutsames Ereignis betrachtet werden. In diesem Jahr war es Billy Crystal, der nun zum neunten Mal als Moderator durch den Abend führte. Abräumer des Abends war ”The Artist” vom französischen Regisseur Michel Hazanavicius. Mit insgesamt 5 Oscars stellte er viele andere Filme, die ebenso als preisverdächtig galten, in den Schatten. Unter anderem wurde Jean Dujardin mit dem Preis als bester Hauptdarsteller prämiert, der in seiner Rolle als Stummfilmstar George Valentin brillierte.
Bewegende Auftritte gibt es bei den Oscars viele. Selbst Meryl Streep, die ihren Preis in der Kategorie “Beste Hauptdarstellerin” für ihre Rolle als Margaret Thatcher in “The Iron Lady” anfangs gelassen entgegennahm, kamen während der Dankesrede ein paar Tränchen. Mit ihren 62 Jahren sieht sie immernoch blendend wenn nicht sogar besser als manch eine ihrer wesentlich jüngeren Filmkolleginnen aus. Denn sie strahlt von innen – mit ihrer Natürlichkeit, ihrer Authentizität und weil sie auch nach so langer Zeit im Filmgeschäft nicht den Ehrgeiz verloren hat, gute Filme zu drehen.
Alles in allem ging der Abend wieder einmal schneller rum, als das Geld aus den dicken Portemonnaies der Stars gegen teure Kleidung eingetauscht wurde. Es gab Tränen der Freude, vermutlich auch Tränen der Trauer und sicherlich auch das ein oder andere Getuschel, das sich auf eines der vielen Kleider bezog, die auf dem roten Teppich präsentiert wurden. Auf Oscar.go könnt ihr euch die “sexiest Dresses” der weiblichen Starbelegschaft ansehen. Und vielleicht erraten, wie viel dafür ausgegeben wurde..



















