Archiv für Februar 2012

27. Februar 2012
And the Oscar goes to…

Eine kurze schillernde Nacht nach monatelanger Vorarbeit

Wenn der Countdown zur alljährlichen Oscar-Verleihung runterzählt, ist die Panik wieder groß. Und das nicht nur, weil man befürchtet, trotz der vielen Arbeit und Zeit, die man für seine Rolle in einen Film investiert hat, die Veranstaltung ohne einen goldenen Mann zu verlassen. Viel mehr dreht sich schon Monate im Voraus alles um den perfekten Auftritt auf dem roten Teppich. Und dazu gehört nicht nur das teuerste und glamouröseste Outfit des begehrtesten Designers, das einen aus der Menge hervorstechen lässt. Auch die Bodies der sowieso meist schlanken und trainierten Stars werden noch einmal gnadenlos getrimmt und gestählt, die letzten Termine beim Beauty Doc vereinbart, Nägel manikürt und Frisuren in stundenlanger Arbeit perfektioniert, um dann doch ganz natürlich und locker über die Schulter zu fallen.

Für einen einzigen Abend im Blitzlichtgewitter lassen die Promis zum Teil so viel Geld springen, dass sich unsereins wieder einmal fragt: Wozu der ganze Aufwand? Klar, für einen im Rampenlicht und im Interesse der Öffentlichkeit stehenden Menschen ist es wichtig, auf sein Äußeres zu achten. Aber müssen die alle gleich so einen Wirbel veranstalten? Bloß für ein paar Fotos, die in der Klatschpresse abgedruckt werden? Na irgendwie wären die Oscars auch nicht die Oscars ohne das Funkeln der Diamanten und die langen, fließenden Roben der Frauen, die adrett gekleideten Männer und den Glamour, der dort in der Luft liegt.

The Artist braucht keine Worte

Immerhin war es bereits die 84. Oscar-Nacht und somit kann das Spektakel durchaus als ein historisch bedeutsames Ereignis betrachtet werden. In diesem Jahr war es Billy Crystal, der nun zum neunten Mal als Moderator durch den Abend führte. Abräumer des Abends war  ”The Artist” vom französischen Regisseur Michel Hazanavicius. Mit insgesamt 5 Oscars stellte er viele andere Filme, die ebenso als preisverdächtig galten, in den Schatten. Unter anderem wurde Jean Dujardin mit dem Preis als bester Hauptdarsteller prämiert, der in seiner Rolle als Stummfilmstar George Valentin brillierte.

Bewegende Auftritte gibt es bei den Oscars viele. Selbst Meryl Streep, die ihren Preis in der Kategorie “Beste Hauptdarstellerin” für ihre Rolle als Margaret Thatcher in “The Iron Lady” anfangs gelassen entgegennahm, kamen während der Dankesrede ein paar Tränchen. Mit ihren 62 Jahren sieht sie immernoch blendend wenn nicht sogar besser als manch eine ihrer wesentlich jüngeren Filmkolleginnen aus. Denn sie strahlt von innen – mit ihrer Natürlichkeit, ihrer Authentizität und weil sie auch nach so langer Zeit im Filmgeschäft nicht den Ehrgeiz verloren hat, gute Filme zu drehen.

Alles in allem ging der Abend wieder einmal schneller rum, als das Geld aus den dicken Portemonnaies der Stars gegen teure Kleidung eingetauscht wurde.  Es gab Tränen der Freude, vermutlich auch Tränen der Trauer und sicherlich auch das ein oder andere Getuschel, das sich auf eines der vielen Kleider bezog, die auf dem roten Teppich präsentiert wurden. Auf Oscar.go könnt ihr euch die “sexiest Dresses” der weiblichen Starbelegschaft ansehen. Und vielleicht erraten, wie viel dafür ausgegeben wurde..


07. Februar 2012
Extravagante Mode aus Skandinavien

Stine Riis wagt und gewinnt

Foto: denmark-en-vogue

Ihre Kollektion ”Decadence & Decay” bescherte der gebürtigen Dänin den erstmals verliehenen H&M Design Award. Im Rahmen der Copenhagen Fashion Week zeigte sie ihr Können und bewies mit viel Mut zur Extravaganz, dass sie ihr Handwerk zweifelsohne beherrscht. Die Schnitte ihrer Kollektion sind akkurat und elegant, auch an Materialvielfalt hat sie nicht eingespart: Von Wolle über Leder bis hin zu metallischen Stoffen reichen die Kontraste ihrer Entwürfe. Ab Herbst 2012 soll es 15 ihrer Kreationen bei H&M geben.

Stine Riis hat in London am London College of Fashion studiert und nach ihrem Abschluss das Label R II S gegründet. 2011 wurde sie von der italienischen Vogue zur “Best Student Worldwide” gekürt und gewann außerdem den Briddle Sawyer Silks Award für die innovative Verwendung von Textilien. Hier könnt ihr euch ein Video ansehen, in dem Stine darüber spricht, wie sie ihre Leidenschaft zur Mode entdeckte und wo sie ihre Inspiration findet:

Hier geht es zu ihrem Blog

 

02. Februar 2012
Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Auf der Suche nach dem “perfekten Model”

Dienstag Abend um 21.15 Uhr startete auf VOX die Castingshow “Das perfekte Model” mit Karolina Kurková und Eva Padberg.Was Heidi Klum seit sechs Staffeln mal mehr mal weniger erfolgreich gelingt, ist nun auch das Ziel der beiden Supermodels. Mit ihrer langjährigen Erfahrung wollen sie jungen Mädchen ab 16 Jahren, die von einem Leben als Model träumen, einen intensiven Einblick in das Model-Business gewähren. Wie auch bei GNTM sollen die Teilnehmerinnen in Prüfungen und realen Modeljobs ihre Qualitäten und ihr Können unter Beweis stellen.

Somit ist das Konzept an sich nicht wesentlich anders als das von Heidi Klum. Doch gerade hinsichtlich des Formats gibt es Gegner der Sendung, die die auffälligen Parallelen zu GNTM scharf kritisieren. Padberg und Kurková betonten vor Sendestart noch, dass es in ihrem Konzept vor allem darum geht, mehr vom “echten, harten” Leben eines Models zu zeigen, dabei aber nicht so streng mit den Mädchen umzugehen.

Ob nun mehr Seriosität an den Tag gelegt wird oder die zwei tatsächlich ein besseres Gespür dafür haben, welches Mädchen es am Ende in die Liga hochwertiger Models schaffen kann, wird sich zeigen. Zu hoffen bleibt, dass den Mädchen schnell bewusst wird, worauf sie sich einlassen und dass der Job als Model nicht nur aus Jetset, Glamour und Mode besteht, sondern eben auch knallhart sein kann.